Bildervortrag am 13.03.2026 – Naturfotograf Jürgen Schneider berichtet von seiner Expedition in die Antarktis

Die eisige Wildnis – eine Welt aus Eis und Schnee, die nur von wenigen wagemutigen Entdeckern betreten wurde – war das Ziel des Naturfotografen Jürgen Schneider. „Am Südpol war ich zwar nicht“, sagt er schmunzelnd, „aber es haben nur noch rund 2.700 Kilometer gefehlt.“

Der NABU Meerbachtal lädt zu einem unvergesslichen Bilderabend ein, bei dem Schneider von seiner außergewöhnlichen Expedition berichtet. Die Veranstaltung findet am Freitag, den 13. März, um 19:00 Uhr im Naturschutzzentrum Bergstraße statt.

Die Reise begann mit einem Flug von Frankfurt nach Buenos Aires und weiter nach Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt. Von dort aus setzte Schneider seine Expedition mit einem speziellen Expeditionsschiff fort, das Eis von bis zu 80 Zentimetern Stärke brechen kann. Zwei Tage lang gerieten wir auf unserer Fahrt durch das Weddellmeer in einen schweren Sturm. Meterhohe Wellen von bis zu zwölf Metern und Windgeschwindigkeiten von rund 180 Stundenkilometern machten die Passage zu einer echten Herausforderung. Drei Wochen lang führte ihn die Route zu einigen der entlegensten und faszinierendsten Orte unseres Planeten.

Die Fahrt verlief über die Falklandinseln, weiter nach Südgeorgien und zu den Südlichen Orkneyinseln, durch das Weddellmeer bis in die unberührte Eiswelt der Antarktis. Den Abschluss der Reise bildete die berüchtigte Drake-Passage, bevor das Schiff wieder Ushuaia in Argentinien erreichte.

Besonders eindrucksvoll waren für Schneider die Begegnungen auf den Falklandinseln. Dort bewegten sich die Expeditionsteilnehmer mitten durch große Kolonien von Königspinguinen und Seebären und Seeelefanten. Auf Südgeorgien besuchte er eine Kolonie mit rund 120.000 Zügelpinguinen, während ihm auf einem Bergkamm spektakuläre Aufnahmen von fütternden Eselspinguinen gelangen.

Doch das eigentliche Highlight seiner Reise waren die Eindrücke der überwältigenden Eislandschaften. Die scheinbar endlose Weite des ewigen Eises, spektakuläre Gletscher und bizarre Eisformationen lassen den Betrachter in eine fremde und faszinierende Welt eintauchen. Besonders beeindruckte Schneider die Stille dieser Region: Drei Wochen lang waren keine Autos oder Flugzeuge zu hören – nur die Rufe von Vögeln und Robben durchbrachen die Ruhe.

Auch spannende Begegnungen mit der Tierwelt gehörten zur Expedition. Besonders eindrucksvoll waren die Begegnungen mit Seeleoparden, den gefährlichsten Räubern der Antarktis. Einmal griff ein Tier sogar eines der Zodiak-Boote an und biss ein Loch in eine der fünf Luftkammern. Mehrfach tauchten außerdem 15 bis 20 Meter lange Wale neben den kleinen Booten auf. Beim Abtauchen zeigten sie ihre mächtigen Schwanzflossen – größer als das Zodiak selbst.

Der Bilderabend verspricht eindrucksvolle Einblicke in eine der letzten weitgehend unberührten Regionen unserer Erde. Mit faszinierenden Fotografien und spannenden Geschichten nimmt Jürgen Schneider die Besucher mit auf eine Reise ans Ende der Welt.

Der Eintritt ist frei. Der NABU Meerbachtal und das Naturschutzzentrum Bergstraße freuen sich jedoch über Spenden zur Unterstützung ihrer Naturschutzprojekte.