Anfang Februar wurden in Mitlechtern und Mittershausen die ersten temporären Amphibienschutzzäune für Amphibien von Ehrenamtlichen und Freiwilligen aufgebaut. Am 19. März 2026 war es an der Zeit, die temporären Amphibienschutzzäune auch für rückwandernde Amphibien in Mittershausen (K54) und in Mitlechtern (Siegfriedstraße) aufzubauen.
In diesem Jahr wurde das NABU-Team erstmals sehr tatkräftig unterstützt durch ein 9-köpfiges Team der Diakoniewerkstätten Rhein-Neckar. Begleitet von zwei Betreuerinnen der Werkstatt und dem Team des NABU. Regulär sind die Teilnehmenden in der Diakoniewerkstatt Mannheim-Vogelstang tätig und wirkten bei der gemeinsamen Aktion engagiert mit. Ebenso helfen sie jedes Jahr auf einem Hof im Odenwald bei der Apfelernte. Gemeinsam mit den sehr engagierten Mitwirkenden der Diakoniewerkstatt, sowie Ehrenamtlichen und Freiwilligen, wurden insgesamt 350 Meter an Amphibienschutzzaun aufgebaut an zwei Orten.
Auf beiden Seiten – sowohl bei der Gemeindediakonie Mannheim als auch beim NABU-Amphibienschutz-Team wird die Zusammenarbeit als sehr positiv bewertet. Neben der Arbeit im Freien – bei schönstem Wetter und aktiv zum Schutz der Amphibien tätig zu sein – war dies ein sehr gelungener Tag und ein großes Erlebnis für alle Teilnehmenden. Den Ausklang bildeten ein spätes gemeinsames Mittagessen und Zeit für Austausch.
Es war beeindruckend zu sehen, wie motiviert die Teilnehmenden der Gemeindediakonie bei der Sache sind. Ein sehr großes Dankeschön geht an das Team der Diakoniewerkstatt Vogelstang und an alle, die an diesem Tag mitgewirkt haben. Auch langfristig könnte die Partnerschaft fortgeführt und ausgebaut werden. Der NABU plant ein Nachtreffen in Mannheim bei der Diakoniewerkstatt, um das Thema Amphibien und Amphibienschutz einem Interessentenkreis vorzutragen, sowie Modelle von Amphibien zeigen, die lebensecht aussehen und darüber hinaus über das Leben der Amphibien berichten.
In Mittershausen konnten bisher vom Krötenretter-Team 850 Amphibien vor dem Straßentod gerettet werden, in Mitlechtern sind es aktuell ca. 450. Der NABU betreut zahlreiche Amphibienwanderstrecken im Kreisgebiet. Die Zahl der bereits geretteten Amphibien liegt bei aktuell 7700. Die Amphibienwanderungen dauern an und ziehen sich in die Länge durch Trockenheit / Kälte.
Fotos: Silvia Fusch und Sonja Steiniger
