Seit dem Jahr 2001 sind die Ferienspiele ein fester Bestandteil des Freizeitangebotes für die Kinder im Meerbachtal. Der NABU Meerbachtal ist von Anfang an dabei und übernimmt traditionell die Gestaltung des ersten Tages.
Mehr als 30 Kinder trafen sich am Montag am Ortseingang von Gronau. Gemeinsam mit Jürgen Schneider und weiteren Betreuern des NABU Meerbachtal machten sie sich auf den Weg zur NABU-Fläche im Hartmannsrech. Begleitet wurde die Gruppe von Eltern sowie drei weiteren Helferinnen, die bereits in früheren Jahren regelmäßig bei den Ferienspielen mitgewirkt hatten.
Eine besondere Attraktion hatte Beate Weiß vom NABU Meerbachtal mitgebracht: Sie war mit ihrer Zwergziege und einem Hütehund dabei. Beide Tiere konnten abwechselnd von den Kindern geführt werden und sorgten bereits zu Beginn der Veranstaltung für große Begeisterung.
Unter dem Motto „Auf der Suche nach der Gottesanbeterin“ erkundeten die Kinder anschließend die Wiesen und Säume im Hartmannsrech. Ausgestattet mit Becherlupen und Fangnetzen suchten sie aufmerksam nach Gottesanbeterinnen und weiteren interessanten Insekten.
Die Suche war erfolgreich: Einige prächtige Exemplare der Gottesanbeterin konnten entdeckt und aus nächster Nähe betrachtet werden. Natürlich wurden die Tiere anschließend wieder vorsichtig freigelassen. Darüber hinaus fanden die Kinder zahlreiche weitere farbenprächtige und spannende Arten, darunter Blutströpfchen, verschiedene Wanzen, Schmetterlinge und viele andere Wiesenbewohner.
Die Betreuer erklärten den Kindern, woran sich die unterschiedlichen Arten erkennen lassen und welche Bedeutung artenreiche Wiesen für Insekten und andere Tiere haben. So konnten die jungen Naturforscher spielerisch viel über die heimische Tierwelt und den Schutz ihrer Lebensräume erfahren.
Zum Abschluss gab es für die Kinder noch kleine Geschenke vom NABU (Teilweise gesponsert von der Sparkasse Bensheim). Damit endete ein abwechslungsreicher und erlebnisreicher Tag, der erneut zeigte, wie spannend die Natur direkt vor der eigenen Haustür sein kann.
Artenwissen
Die Europäische Gottesanbeterin
Die Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) ist die einzige in Deutschland heimische Fangschreckenart. Ihren Namen verdankt sie ihren angewinkelten Fangbeinen, deren Haltung an zum Gebet gefaltete Hände erinnert.
Immer häufiger zu beobachten: Die wärmeliebende Art hat sich in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich ausgebreitet. In der aktuellen bundesweiten Roten Liste wird sie als ungefährdet eingestuft. Der Erhalt warmer, artenreicher Wiesen und Säume bleibt dennoch wichtig.