Botanische Exkursion zu den Stromtalwiesen im NSG Tongruben: Der Förderverein für das NSG lädt ein

Am Sonntag, den 31. Mai 2026 um 8:00 Uhr findet die botanische Exkursion „Stromtalwiesen“ des Tongrubenvereins statt. Wir treffen wir uns am Angelsportverein Heppenheim am Jochimsee.

Bei dieser 2-3-stündigen Führung durch Annette Modl lernen wir die ökologischen Zusammenhänge des Pflanzenbewuchses der feuchten Wiesen und ihrer Schutzwürdigkeit kennen. Trotz des hohen Wasserstandes in diesem Jahr, sehen wir von den Wegen aus einige seltene Pflanzen des Naturschutzgebietes.

Da feuchte und nasse Wiesen heutzutage selten geworden sind, wachsen dort auch einige stark gefährdete Arten. Beispiele sind die Sumpf-Wolfsmilch, der Große Klappertopf, die Traubige Trespe, das Pfeifengras, die Sumpf-Sternmiere und die knollige Distel.

Bei der Exkursion wird auch auf die wichtigen Pflegemaßnahmen eingegangen, um diese seltenen Lebensraumtypen zu erhalten. Wiesen dieses Typus sind auch deshalb gefährdet, da sich Neophyten ausbreiten, eine hohe Wilddichte vorherrscht oder durch Störungen des Menschen. Durch das Befahren einiger Wiesen erfolgt eine Verdichtung der Böden.

Viele Pflanzen zeigen die Bodenbeschaffenheiten und das Mikroklima an, auf welchen sie wachsen. Aufgrund dieser Faktoren bilden sich typische Pflanzengesellschaften, wie die Stromtalwiesen oder auch typische Pflanzengesellschaften auf verdichteten Böden, aus.

Alle sind herzlich zur Teilnahme an der Exkursion am Sonntag eingeladen, der Förderverein freut sich auf viele Besucher. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Titelbild: Jürgen Schneider –  Das Moor-Veilchen (Viola stagnina) ist eine der seltensten Pflanzenarten auf unseren Stromtalwiesen